Durch den e-Commerce steigt das Sendungsaufkommen der meisten KEP-Dienstleister stetig. Deshalb stellen die meisten Dienstleister ihre Netzwerke in regelmäßigen Abständen in Frage. Netzwerk-Design in der KEP-Branche ist nahezu immer mit erheblichen Investitionen in Standorte und Sortiertechnik verbunden. In diesem Projekt ging es um die Errichtung mehrerer neuer Standorte und die Zuordnung von Großkunden zu diesen Standorten unter der Prämisse einer möglichst hohen E+1-Quote (Anteil der Sendungen, die am Folgetag zugestellt werden). Im Rahmen eines komplexen Simulationsmodells wurden die E+1-Quote, die erwartete Kapazitätsauslastung (besonders in den zeitkritischen späten Nachmittags- und frühen Abendstunden), die Transport-, Umschlag- und Investitionskosten sowie zahlreiche andere Variablen ermittelt und in einem Portfolio für verschiedene Szenarios verglichen.
Anhand dieser Ergebnisse wurden schließlich Investitionsentscheidungen getroffen und anschließend ein Migrationsszenario für die Folgejahre entwickelt.
Damit wurde dem Kunden eine fundierte, objektiv nachvollziehbare Basis für wichtige strategische Entscheidungen an die Hand gegeben, die z. B. auf Basis von Excel-Berechnungen nicht hätte erstellt werden können.